Psychologische Aspekte

Zusammenfassung

Ich möchte hier keine grossen Abhandlungen zum Thema abgeben. Man findet heute im Internet sehr viel Informationen dazu. Es ist auch nicht mein Fachgebiet. Ich schreibe hier aus der Sicht eines M2F Transvestiten mit hetero-Orientierung. Die Informationen gewann ich durch eigene Nachforschungen im Internet, in der Newsgroup: de.alt.soc.transgendered , in Sachbüchern und in Gesprächen oder Chat's mit Transsexuellen und Transvestiten. Einige Aussagen mögen sehr kontrovers sein, das ist ok für mich. Es geht mir nur darum, einige mir wichtig scheinende Begriffe und Zusammenhänge herauszuschälen und auf Sachquellen hinzuweisen.

Unterschiede in der transpersönlichen Orientierung

Man kann grob 2 Hauptgruppen bezeichnen: Transvestiten, m2f, f2m Transsexuelle, m2f, f2m Den Sammelbegriff darüber gibt es leider nur auf englisch: "Transgender". Im Weiteren können noch andere, damit eng zusammenhängende Orientierungen auftreten, submissiv oder dominant (SM). Dies sind zwar Begriffe, für welche die Wissenschaft klare Abgrenzungen aufgestellt hat. Wie meistens in der Natur, treten aber die reinen Formen sehr selten zutage. Ein Mensch fühlt sich nicht alle Tage gleich, er kann mehrere Komponenten gleichzeitig aufweisen, das Mischverhältnis kann sich im Laufe der Zeit auch ändern. Man hört in diesem Zusammenhang auch oft den Begriff gender plane. Dies will sagen, die eigene Position in der Transgender-Ebene kann sowohl eine bestimmtes Mass von beiden Komponenten haben. Dies ist natürlich wieder bloss ein Modell, welches die Realität nur annähernd beschreibt.

Deutungsversuche, Ursprünge

Woher kommt dieses Verhaltensmuster oder diese Wunschvorstellung überhaupt? Diese Frage wurde seit Beginn des 20 Jahrhunderts immer wieder gestellt, und die Sexualpsychologen, von Hirschfeld bis Benjamin, haben versucht dies zu verstehen. Heute gibt es zumindest mehrere Erklärungen, aber keine scheint universell gültig.

Eine "natürliche" Erklärung lieferte C.G.Jung um 1920 in seinem Werk durch die Einführung eines zweiten Ichs bzw. Schatten-Ich. Dieses sekundäre Ich ist in jedem Menschen vorhanden und trägt etwa die Züge des Elternteiles mit dem entgegengesetzten Geschlecht. Es können aber auch Eindrücke von Verwandten oder Bekannten aus früher Kindheit sein. Der ausgeglichene Umgang mit diesem Schatten ist für viele bereits die Lösung des Problems. Das heisst, den "Schatten ja nicht unterdrücken oder leugnen, sondern in ruhigen Momenten innere Zwiesprache mit sich selber suchen. Im Umgang mit der Aussenwelt ist es wichtig, aus der Rolle des Machers heraus im passenden Moment auch etwas emotionelle Punkte zuzulassen. Ein Mann vergibt sich damit überhaupt nichts. Die meisten Leute finden einen sogar interessanter, wenn man solche Facetten dosiert zeigen kann. Hiezu ist kürzlich ein sehr interessantes Buch von Maja Storch erschienen. Die Erkenntnisse daraus lassen sich sehr gut ins Leben eines Transvestiten übertragen. In unserem Fall kommt dazu, dass man die "innere Tussie" auch mal mitsamt den Kleidern darstellen darf und soll.

Theorie A:frühkindliche Phase beim Mann heikler als bei Frau, frühkindliche Störeinflüsse oder Erziehungsfehler.
Theorie B:Stresshormone im Körper der Mutter, vor der Geburt prägen das T*_Muster .
Theorie C:Vererbung

Im Falle der m2f Transsexualität wird meist geltend gemacht, das Individuum lebe eingesperrt im falschen Körper, also ein Mensch mit weiblichem Bewusstsein im Körper eines Mannes. Diese Theorie wurde 1989 durch den kanadischen Psychologen Ray Blanchard ergänzt durch das Konzept der Autogynephilie.Demnach ist es auch denkbar, dass männliche Bewusstsein im eigenen Körper keinen Halt findet, und eine weibliche Lebensform sucht. Mehr über Transsexualität im fachlich hervorragenden Link der transsexuellen Ärztin Ann Lawrence'page (leider nur auf engl.)